A-Junioren: JSG Hügelland - VfL Hiddesen 3:1

Team der Stunde behält weisse Weste

Trifft der Titelverteigiger auf einen Liganeuling, dann sind die Favoritenrollen meistens klar verteilt. Anders allerdings im A-Juniorenmeisterschaftsspiel der Kreisliga A Detmold. Hier gewann die JSG Hügelland gegen den letztjährigen Teilnehmer an der Aufstiegsrunde VfL Hiddesen 3:1. Damit feierte die JSG den vierten Sieg im vierten Meisterschaftsspiel.

 

Forsch starteten die Gäste aus Hiddesen in den ersten Minuten. Sie liessen Ball und Gegner laufen. Logische Konsequenz die 1:0-Führung durch Carlos Schäuble (7.). Warum dann der VfL Hiddesen fast gar nicht meht stattfand und völlig den Faden verlor, blieb nicht nur für Hiddesens Mannschaftsverantwortlichen Michael Seifert ein Rätsel. Auf der anderen Seite wirkte der Rückstand wie ein Weckruf. Immer mehr übernahm JSG Hügelland das Kommando auf dem Platz. Völlig verdient erzielte Goalgetter Fabio Cucchiara den völlig verdienten 1:1-Ausgleich (30.).

Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Hiddesen fiel im Aufbau wenig ein und operierte hauptsächlich mit langen Bällen auf seinen schnellen Stürmer Carlos Schäuble. Schnell stellte sich die JSG-Abwehr darauf ein. Immer wieder fing sie die Bälle ab, um dann den Konter einzuleiten. Im Abschluss fehlte jedoch die nötige Konzentration. Ein völlig unnötiges taktisches Foul an der Aussenlinie ging dem 2:1 vorraus. Den fälligen Freistoß versenkte erneut Cucchiara im Nachsetzen aus kurzer Distanz (60.). Zwar drängte Hiddesen auf den Ausgleich, doch blieben klare Torchancen weitestgehend aus. In ernsthafte Gefahr kam das Gehäuse von Torwart Bastian Ahrens nicht. Den Sack zu machte dann sein Kapitän Luca Redeker, der eine Ecke mit einem schulbuchmässigen Kopfball zum 3:1 verwandelte (86.). "Glaube ich muss mich mal erkundigen, ob eine JSG in den Bezirk aufsteigen kann", scherzte ein zufriedener Obmann Christian Rogos.

Sascha Möller, Trainer vom B-Jugend Bezirksligisten BSV Heidenoldendorf, sah den Grund für die Niederlage nicht hauptsächlich am Fehlen einiger Stammkräfte. "Im Mittelfeld war ein zu großes Loch. Von den Sechserpositionen gingen kaum Impulse nach vorne aus", analysierte Möller die VfL-Niederlage.

 

Bärenstark nicht nur der Auftritt der JSG Hüggeland, sondern auch vom Unparteiischen Marcel Görlich. Jederzeit hatte er die Partie im Griff. Klasse auch sein Verhalten in der 89. Minute. Einen bereits mit gelb verwarnten Hiddeser Spieler, zeigte er zunächst gelb-rot. Doch vor Spielfortsetzung bemerkte er seinen Fehler (Anmerkung der Redaktion: gelb-rote Karten sind im Jugendfußball nicht vorgesehen) und korrigierte seinen Fehler in der er eine Zeitstrafe aussprach. Respekt.